Liste Aeskulap

  • Dr. Peter Minar ist als langjähriger niedergelassener Facharzt (Kleine Kassen) mit den Wiener Verhältnissen bestens vertraut und kann eine entsprechende Expertise in die Kurie mitbringen. Als Oberarzt im Sanatorium Hera kennt er auch den Spitalsbetrieb in- und auswendig. Minar weiß um die Anliegen und Probleme der Fachärzte Bescheid, er wird sich in der Kammer dementsprechend einsetzen.
  • Dr. Marcus Franz ist seit 10 Jahren niedergelassener Internist in Wien (ebenfalls mit kleinen Kassen) und seit 2013 bundespolitisch als Nationalratsabgeordneter tätig. In dieser Eigenschaft kann er die Wünsche und Vorschläge der Ärzteschaft im Parlament einbringen. Franz ist als freier Mandatar an keinen Klubzwang gebunden. Die freie Rede und das offene Wort sind sein Markenzeichen

 

Unsere Philosophie und unsere Grundsätze

 

Prinzipielles

  • Die Freiheit des Arztes ist das oberste Gut. Wer die höchste Verantwortung trägt, muss auch die größten Freiheitsgrade besitzen und behalten. 
  • Ärztinnen und Ärzte sind die obersten Entscheidungsträger im Gesundheitssystem, wenn es um die direkte Behandlungssituation geht. Das muss in allen Ebenen klar sein und das System muss sich daran orientieren. Auch die Versorgungsebene und die Systemebene müssen dem gerecht werden
  • Der "Patient im Mittelpunkt" funktioniert nur, wenn die Ärzte entsprechend geschätzt und gefördert werden. Wer die Ärzte missachtet, der achtet auch die Patienten nicht.
  • Daher sagen wir:
  • #MakeTheDocsGreatAgain!

 

ELGA

  • Wir sagen NEIN zur ELGA in der jetzigen Form. Das Konzept muss völlig neu gedacht werden. Die ELGA soll beim Patienten bleiben (z.B. auf der e-card) und darf nicht Teil eines riesigen, trägen, unsicheren und anonymen EDV-Apparates werden, dessen Finanzierung auf Kosten der Ärzte geschieht.
  • Die ELGA-Kosten müssen zur Gänze von den Versicherungen getragen werden
  • Die ELGA muss genauso schnell funktionieren wie jeder haptische Papierbefund
  • Die ELGA darf den Praxisbetrieb nicht belasten

 

PHC/EVZ

  • Im aktuellen Gesetzesentwurf ist das PHV/EVZ-Konzept vorwiegend für Allgemeinmediziner gedacht. Es wird sich aber mit Sicherheit in den Facharztbereich in Form der SHC fortpflanzen.
  • Wir müssen daher mit den Allgmeinmedizinern gemeinsam diese Konzepte bekämpfen
  • Die PHC-Idee ist aktuell nur für einzelne Betreiber gut. Grundsätzlich ist das Konzept in der geplanten Form abzulehnen (seit kurzem heißt PHC auch EVZ: ErstVersorgungsZentrum).
  • Wir wollen keine anonymen Apparate, sondern ein freies Spiel der Kräfte: Ärzte sollen sich freiwillig zu Praxisverbünden und Netzwerken zusammenschließen können, die an Tagesrandzeiten und/oder Wochenenden die Versorgung im niedergelassenen Bereich gewährleisten. Die Öffnungszeiten ausserhalb der Routine müssen extra und mit 30% höheren Tarifen durch die Kassen honoriert werden.
  • Die rund um die Uhr bestehende Vorhalte in den Spitälern muss genützt werden. Allgemeinmediziner sollen am Wochenende die Ambulanzen benützen können und dort Patienten behandeln. Primary Health Care kann  dort zu günstigen Kosten stattfinden, weil die Ressourcen vorhanden sind.
  • Die von der Stadt Wien ausgeschütteten Förderungen für die PHC-Errichtung sollen lieber in die Honorierung dieser Ärzte-Dienste fließen statt einzelne EVZ wie jenes in Mariahilf zu bevorzugen.
  • Wir sagen NEIN zu rotgrünen Deals in Wien, wo dem genannten PHC Vorrechte eingeräumt werden, die andere Ärzte in Einzelordinationen nie erlangen können.
  • Wir sind gegen die Falschmünzerei der Grünen, die mit den Roten jedes Spitalskonzept und jede Verschlimmbesserung der letzten Jahre mitgetragen haben und jetzt so tun, als seien sie Opposition
  • Wir sind der Ansicht, dass jede Einzelordination/jeder Facharzt/Fachärztin genau dieselbe oder sogar eine bessere Qualität erbringen kann wie ein PHC/EVZ
  • Wir sind gegen jegliche Zwänge,  die Ärzte in ein von der Politik entworfenes Konzept stecken wollen

 

Ärzte bei Ärzten

  • Die Anstellung von Ärzten bei Ärzten soll erlaubt werden.
  • Keinesfalls dürfen aber Großinvestoren (wie Baufirmen, Handelsketten etc.) Ordinationsbetriebe errichten und dort Ärzte anstellen. Die Führung der Ordinationen und die Personalhoheit muss in der Hand der Ärzte bleiben. Wir lehnen  eine McDonaldisierung der Medizin ab.
  • Wir haben nichts gegen gelegentliches FastFood, aber: Was gut ist für Burger, ist schlecht für Bürger.

 

Wahlärzte

  • Wir fordern eine 100%ige Rückerstattung des Kassenhonorars für die Wahlarztpatienten.
  • Wahlärzte werden durch die aktuelle Rückerstattungspolitik benachteiligt und dagegen treten wir mit aller Vehemenz auf

Honorare

  • Die Fachgesellschaften müssen ein Mitspracherecht bei allen Honorarverhandlungen für die einzelnen Fächer bekommen
  • Fachärztliche Leistungen müssen nach internationalen Standards honoriert werden
  • Der altertümliche Honorar-Katalog samt den unsäglichen Deckelungen muss neu gestaltet werden

 

Patientenanwalt

  • Die Patientenanwälte dürfen in Zukunft nicht mehr politisch bestellt, sondern müssen vom Volk gewählt werden. Die Periode soll jeweils 6 Jahre betragen und man kann einmal wiedergewählt werden (ähnlich dem Rechnungshofpräsidenten)
  • Die aktuelle Praxis, dass jemand von Stadtrats Gnaden oder über eine parteipolitische Schiene als Patientenanwalt eingesetzt wird, ist abzulehnen, weil die betreffende Person dann politisch vollkommen abhängig ist.
  • Wir können das ja an der jetzigen Patientenanwältin exemplarisch beobachten: Ein extrem gutes Gehalt von ca 12.000 Euro/Monat für extrem gemeindefreundliche, extrem ärztefeindliche und völlig unkritische Haltungen - das ist, was unter dem Strich bleibt.

Mysteryshopping

  • Das Mysteryshopping ist eine Stasi-Methode und wird ansonsten nicht einmal Personen zugemutet, die des Drogendeals verdächtig sind. Wir verabscheuen solche Maßnahmen und werden alles unternehmen, damit diese schlichtweg ekelhafte Neuerung wieder aus dem Gesetzbuch verschwindet.

 

Ärztekammer, Veto und Politik

  • Die Wiener Kammer soll ein Vetorecht bei allen gesundheitspolitischen Entscheidungen auf der Wiener Landesebene bekommen.
  • Die Österreichische Ärztekammer muss dasselbe für den Bund erhalten und alle anderen Länderkammern natürlich in ihren Bundesländern auch.  Nur so können wir als Ärzte es schaffen, gesundheitspolitisch wirksam mitzureden und mitzugestalten.
  • Es muss daher ein offizieller Vertreter der Wiener Ärztekammer als legitimierter "Botschafter" in die GÖG (Gesundes Österreich Gesmbh) entsandt werden, um bei allen Monitoring-Angelegenheiten betreffend die im Dezember 2016 im Parlament beschlossene Zielsteuerungsvereinbarung (§ 15a-Vereinbarung) sowohl informiert zu werden wie auch ebendort Expertsie und Inputs abgeben zu können.
  • Die Ärzte wurden bei der aktuellen §15a-Vereinbarung de facto ausgeschlossen. Für unsere Berufsgruppe, die zweifellos die höchste Verantwortung im Gesundheitssystem trägt, ist das nicht akzeptabel. Ärzte müssen mitreden dürfen und können.
  • Ebenso wurden die Ärzte im neuen PHC/EVZ-Entwurf ausgeklammert
  • Als Nationalratsabgeordneter steht Dr. Marcus Franz an vorderster bundespolitischer Front, um für die Ärzte zu kämpfen